Häufige Suchanfragen
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Britische Strickmode definiert sich nicht über Trends, sondern über zwei Faktoren: die Verwendung von Naturfasern wie Shetland-Wolle, Donegal-Tweed, Kaschmir und die handwerkliche Fertigung in traditionsreichen Manufakturen in Schottland, Irland und England. Während herkömmliche Strickwaren oft industriell zugeschnitten werden, basiert englisches Strickhandwerk auf der „Fully Fashioned“-Methode, bei der jedes Teil passgenau in Form gestrickt wird. Fünf Klassiker bilden das Fundament des British Style:
Englische und irische Strickwaren erkennen Sie an drei Qualitätsmerkmalen:
Die 5 Ikonen der Strickmode aus UK
Die klassischen 4 Kragenformen

der Strickmode aus UK & Irland
Strickkunst aus Schottland
Er ist weit mehr als nur ein bunter Pullover und nicht zu verwechseln mit seinen norwegischen Verwandten: Fair-Isle-Pullover sind ein schottisches Kulturgut. Seinen Ursprung hat der Fair-Isle-Strick auf der gleichnamigen Shetland-Insel. Dort entwickelten die Strickerinnen eine Technik, bei der komplexe, geometrische Muster in horizontalen Bändern entstehen. Die wahre Kunst dabei: In jeder Reihe werden stets nur zwei Farben verstrickt, was ein großes Maß an Geschick erfordert.
Fair-Isle-Pullover werden meist aus der lokalen Shetlandwolle gefertigt. Das macht die Pullover robuster. Schottische Manufakturen wie Harley of Scotland und Eribé führen dieses schottische Erbe mit großer Sorgfalt fort und interpretieren die traditionellen Muster auf moderne Weise.
So kombinieren Sie die Ikone stilvoll: Ein Fair-Isle-Pullover benötigt keine lauten Begleiter. Er entfaltet seine Wirkung am besten unter einer klassischen Wachsjacke für einen Tag in der Natur oder als farbenfroher Akzent zum schlichten Wollmantel.
Symbol irischer Identität
Er ist wohl einer der bekanntesten Botschafter Irlands: der Aran-Pullover. Seine Wurzeln liegen auf den kargen, windgepeitschten Aran-Inseln vor der Westküste Irlands. Irische Fischer trugen den Pullover aus ungefärbter Wolle, der sie vor Nässe und Kälte schützte. Denn die kunstvollen Strickmuster sind mehr als nur ein schickes Design. Der Grobstrick wärmt bestens und ist widerstandsfähiger als der moderne Feinstrick. Drei Aranmuster sind besonders beliebt:
Manufakturen wie Aran Woollen Mills und IrelandsEye ehren dieses irische Erbe und führen die Tradition mit modernen Farben und Designs gekonnt in die Gegenwart.
So kombinieren Sie die Ikone stilvoll: Tragen Sie Aranpullover klassisch zu einer Tweed- oder Cordhose für einen authentischen Look oder schaffen Sie einen interessanten Kontrast, indem Sie seine rustikale Textur mit einem feinen Hemd darunter kombinieren. Er ist der ideale Begleiter für ausgedehnte Spaziergänge in der Natur oder gemütliche Abendstunden am Kaminfeuer.
Der Seemannspullover
Eng verwandt mit dem traditionellen "Gansey" der Fischer, ist sein unverkennbares Markenzeichen der hohe Kragen, der sich mit einem Reißverschluss oder einer Knopfleiste schließen lässt und zuverlässig vor Wind und Nässe schützt. Traditionell wird er aus robuster Schurwolle oder Donegalgarn gefertigt. Aus feineren Wollqualitäten wie Merino und Lambswool wird der Troyer zum stilvollen Begleiter, der seine Herkunft mit Stolz, aber dezent zur Schau stellt.
So kombinieren Sie die Ikone stilvoll: Für einen Ausflug an die See oder einen Spaziergang im Herbstwald kombinieren Sie den Troyer klassisch mit einer robusten Cordhose und einer Wachsjacke. Als souveräne Alternative zum Rollkragenpullover passt der Lambswool-Troyer ideal unter ein Tweed-Sakko.
Klassiker der Damenmode
Kaum ein Kleidungsstück verkörpert die Verbindung von irischer Tradition und müheloser Eleganz so sehr wie das Strickcape. Seine Ursprünge reichen zurück in eine Zeit, in der ein einfacher, wärmender Überwurf Schutz vor dem unbeständigen Wetter der Grünen Insel bot und gleichzeitig volle Bewegungsfreiheit ließ.
Heutige Interpretationen unserer irischen Manufakturen haben jedoch nichts mehr mit diesen simplen Wolltüchern gemein. Gefertigt aus feiner Merinowolle, Geelong oder Kaschmir, oft verziert mit kunstvollem Aranstrick oder traditionellen Karomustern, wird das Cape zu einem Statement stiller Raffinesse. Es ist die moderne Hommage an ein praktisches Kleidungsstück, das heute feminine Anmut verkörpert. Das Strickcape hüllt seine Trägerin ein, ohne sie einzuengen, und verleiht jeder Bewegung eine fließende Grazie.
So kombinieren Sie die Ikone stilvoll: Für den eleganten Lagenlook tragen Sie das Cape über einer schlichten Bluse zu einer Chino oder Slim-Fit-Jeans. Es ersetzt den klassischen Blazer auf stilvolle Weise und verleiht Ihrem Auftritt eine besondere Note. Als stilvoller Wärmespender über einem Etuikleid oder Zweiteiler beweist es seine ganze Eleganz.
Klassiker für Country Lady & Gent
Der Klassiker der Strickmode ist heute vielseitiger als sein Ruf. Seine unkomplizierte Eleganz macht den Cardigan zum idealen Begleiter für den Smart Casual Look – weniger formell als ein Sakko, aber stets stilvoller als ein einfacher Pullover.
So kombinieren Sie die Ikone stilvoll: Der traditionelle Schurwoll-Cardigan mit formgebenden Rippenstrick ist der ideale Begleiter für rustikale Country Looks mit Karohemd und Cordhose oder Streifenbluse und Kilt. Feinstrick-Modelle wirken mit Wollrock und Slippern stets angemessen und kultiviert.
Eine Frage des Stils
Turtleneck
Dieser zeitlose Klassiker schmiegt sich eng an den Hals und schafft eine klare, durchgehende Linie vom Körper bis zum Kinn. Er strahlt eine puristische Eleganz aus.
Wem er schmeichelt: Der Rollkragen streckt die Halspartie optisch. Er steht daher Personen mit einem längeren Hals und einer eher ovalen oder schmalen Gesichtsform besonders gut.
So kombinieren Sie ihn: Der Turtleneck ist der ideale Solist unter einem Sakko oder Blazer, da er einen Schal überflüssig macht und für eine aufgeräumte, souveräne Optik sorgt.
Rundhalspullover
Der schlichte Rundhalsausschnitt hat seinen Ursprung in der Sportbekleidung und ist heute das Basic der modernen Strickmode. Seine unkomplizierte Form macht ihn zum idealen Begleiter für Layering Looks mit Hemd oder Bluse.
Wem er schmeichelt: Der Crew Neck steht nahezu jeder Gesichts- und Figurform.
So kombinieren Sie ihn: Seine Wandlungsfähigkeit macht ihn zu einem der vielseitigsten Strickstücke. Für den klassischen Preppy-Look tragen Sie ihn über einem Hemd, dessen Kragenspitzen dezent sichtbar sind. Damen können ihn mit einem Seidentuch aufwerten. Solo zu Chino oder Jeans getragen, verkörpert er einen lässigen, aber stets gepflegten Stil.
Mock Neck
Er ist die etwas zurückhaltendere Variante des Rollkragens. Stehkragenpullover umschließen den Hals nicht vollständig, sondern deuten die elegante Höhe nur an.
Wem er schmeichelt: Strickmode mit Stehkragen ist die Alternative für alle, die den Look eines Rollkragens schätzen, aber ein beengendes Gefühl vermeiden möchten. Besonders vorteilhaft ist er für Personen mit einem kürzeren Hals oder einem runderen Gesicht, da er streckt, ohne zu sehr zu verdecken.
So kombinieren Sie ihn: Seine Stärke liegt im Lagenlook. Der Stehkragen lässt Hemd oder Bluse genügend Raum. Unter Blazer oder Tweedjacke getragen, zeugt er von subtiler Eleganz.
Shawl Collar
Seine weich nach unten fließende, durchgehende Linie erinnert an das Revers eines klassischen Smokings. Schalkragen finden sich beim beliebten Pea Coat und Cardigans. Er verleiht diesen eine besonders elegante, behagliche Note.
Wem er schmeichelt: Die sanfte V-Linie des Schalkragens wirkt vorteilhaft, da sie den Oberkörper optisch verlängert und das Gesicht sanft einrahmt. Er kann helfen, eine breitere Schulterpartie optisch zu mildern.
So kombinieren Sie ihn: Ein Cardigan mit Schalkragen ist ein Statement für sich. Im Layering Look über einem Langarmshirt strahlt der Schalkragen eine kultivierte Gemütlichkeit aus.
Feinstrick
Das feine Unterhaar der Kaschmirziege zeichnet sich durch seine Weichheit und Leichtigkeit aus. Echte Kaschmirwolle erkennen Sie an langen Fasern, die weniger zu Pilling neigen. Ein Kaschmirpullover schließt durch seinen hohen Loft (Bauschkraft) viel Körperwärme ein, ist jedoch leicht genug, um nicht beschwerend zu wirken.
Schottische Produzenten wie William Lockie verwenden langstapelige Fasern, die eng zu mehrfädigen (2-ply bis 4-ply) Garnen verzwirnt werden. Das resultierende Gestrick ist dichter, schwerer und widersteht Pilling besser.
Ein Wollmix mit Kaschmir oder Leinen verbindet die Weichheit von Kaschmir mit der Strapazierfähigkeit von Leinen. Denn Kaschmirpullover verlangen besonders schonende Pflege. Mehr zur Wollpflege erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Feine Lammwolle in Geelongqualität bietet einen Sweet Spot zwischen robuster und weicher Strickmode. Sie erreicht mit unter 20 Mikron eine Weichheit, die der von Kaschmir nahekommt. Geelongwolle wird von speziell gezüchteten australischen Merinoschafen gewonnen.
Da die Haarspitzen noch nie zuvor geschnitten wurden, laufen sie weich spitz zu, anstatt stumpfe, raue Kanten aufzuweisen. Infolgedessen ist Lammwolle signifikant weicher, federnder und leichter als die Wolle ausgewachsener Schafe.
Lammwolle in Super-Geelong-Qualität ist eine pflegeleichte Alternative zu Kaschmir. Während ein Kaschmirpullover rasch zu Verschleiß und Pilling neigt, behält die Geelong-Wolle die natürliche Widerstandsfähigkeit und den Crimp (die Rücksprungkraft) des Merinoschafs bei. Sie bietet eine extrem luxuriöse Weichheit, leiert jedoch nicht aus und reibt nicht so schnell durch.
Alpakawolle hat zwei große Vorteile gegenüber Schafswolle: Die Faser ist hohl und kann so mit einem geringen Gewicht sehr wärmend wirken. Sie enthält kein Lanolin (Wollwachs), das vielen Allergikern Probleme bereitet.
Das feine Unterhaar, die Yak-Daune besitzt eine mikroskopische Feinheit von etwa 16 bis 19 Mikrometern. Damit ist Yak-Daune exakt so fein und samtig weich wie feines Kaschmir. Yakwolle bietet aber durch seine hohle Faserarchitektur eine hohe Wärmeleistung und ein gutes Feuchtigkeitsmanagement.
Yakwolle ist formstabil und seine langen Fasern sind resistenter gegenüber Pilling als kurzfaseriges Kaschmir. Oft wird Yakwolle in ihren natürlichen, erdigen Farbtönen belassen, was ihren ursprünglichen und unverwechselbaren Charakter unterstreicht.
Mohairwolle nimmt Farbstoffe intensiv auf. Mohairpullover scheinen regelrecht zu leuchten. Verstärkt wird diese Leuchtkraft durch den "Halo-Effekt". Ein stark abstehender Faserflor verleiht Mohairpullovern einen ätherischen, flauschigen Nebel.
Reine Mohairpullover fusseln leider und neigen stark zu Pilling. Deswegen wird Mohairwolle gerne verwendet, um einen flauschigen Effekt bei Wollpullovern zu erzeugen. Ein kleiner Mohairanteil verleiht den Strickpullovern einen leicht seidigen Glanz.
Die Faserarchitektur ermöglicht es der Merinowolle, bis zu 35 Prozent ihres eigenen Gewichts an Schweiß aufzunehmen und in den hohlen Faserkern zu transportieren. Wird er wieder an die Umgebungsluft abgegeben, fühlt sich der Merinopullover weder klamm noch nass an. Dieses Feuchtigkeitsmanagement entzieht den geruchsbildenden Bakterien auf der Haut die Existenzgrundlage und beugt Schweißgeruch vor.
Diese Wolle von den schottischen Shetland-Inseln ist griffiger und fester. Shetland-Schafe haben ein dichtes, stark isolierendes und wasserabweisendes Fell entwickelt.
Ihre Fasern sind verhältnismäßig kurz und besitzen eine sehr robuste Schuppenstruktur. Ihre grobe Textur ist kein Makel, sondern ein Qualitätsmerkmal. Macht Shetlandwolle aber auch extrem kratzig.
Shetland-Pullover sollten niemals direkt auf der Haut getragen werden. Sie erfordern zwingend eine trennende Barriere, typischerweise ein langärmliges Oxford- oder Flanellhemd. Die traditionelle Kombi sichert Shetland-Pullovern ihren festen Platz in der "Ivy League".
Bei der letzten Wollqualität haben wir ein wenig geschummelt, denn das Donegalgarn bezeichnet keine Wollqualität, sondern ein besonderes Garn aus dem irischen County Donegal. Es wird vor allem für Tweedmode und robuste Wollpullover verwendet und zeichnet sich durch die “Neps” oder „Flecks“ aus. Unregelmäßige, leuchtend bunte Farbeinschlüsse, die während des Spinnprozesses in das Grundgarn eingesponnen werden. Diese Neps verleihen dem Stoff eine unvergleichliche Tiefe, ein unregelmäßiges (heathered) Muster und eine rustikale Lebendigkeit.
Fachbegriffe kurz erklärt
Unsere Strick-Experten aus England, Schottland & Irland
Wir wählen unsere Partner mit großer Sorgfalt aus. Jede Manufaktur in unserem Sortiment steht für eine lange Tradition, ein hohes Maß an Qualität und die authentische Handwerkskunst der britischen und irischen Inseln. Entdecken Sie die Manufakturen hinter unseren Strickwaren.
Im Herzen des englischen Country-Stils zu Hause, steht Alan Paine seit 1907 für klassische Strickmode von unaufdringlicher Eleganz. Die Lambswool-Pullover sind zeitlose Begleiter für den anspruchsvollen Gentleman und die Lady, die Wert auf Beständigkeit und tadellosen Stil legt.
Aus dem rauen englischen Norden kommen Strickwaren von außergewöhnlichem Charakter. Harley of Scotland ist berühmt für seine nahtlos gestrickten Fair-Isle-Pullover und die sorgfältige Verarbeitung von Shetlandwolle in leuchtenden Farben. Authentizität, die man sehen und fühlen kann.
Im Herzen von Donegal, der Heimat des berühmten Tweed-Garns, entstehen bei Fisherman out of Ireland Strickwaren für moderne Individualisten. Die Manufaktur ist bekannt für ihre sorgfältig ausgewählten Materialmischungen und eine zeitgemäße Interpretation des reichen irischen Strickerbes.
Ein Familienunternehmen in dritter Generation, dessen Kreationen von der Schönheit der irischen Küste inspiriert sind. IrelandsEye verbindet traditionelle Muster mit einer Sensibilität für moderne Farben und Passformen und schafft so Strickwaren mit unverwechselbarem, zeitgenössischem Charme.
Eribé Knitwear haucht dem traditionellen Fair-Isle-Muster mit kühnen und frischen Farbkombinationen neues Leben ein. Die schottische Strickmanufaktur zelebriert traditionelle Handwerkskunst und schafft so expressive Strickwaren, die eine Hommage an die schottische Tradition im modernen Geist sind.