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Fair Isle

Ein Pullover als Kulturerbe

Die Fair-Isle-Pullover oder Shetland-Pullover wurden nach einer Inselgruppe in der Nordsee benannt, die zu Schottland bzw. Großbritannien gehört. Wärmende Strickwaren sind wegen des rauen Klimas, das auf diesen Inseln vorherrrscht, unbedingt notwendig. Daher haben die Frauen der Fischer ähnlich wie bei den Aran-Inseln früh begonnen eigene Strickmuster zu entwickeln: die Fair-Isle-Strickmuster. Mittlerweile ist die Fair Isle neben ihrer Tierwelt auch für diese Pullover in aller Welt bekannt. Sie wird auch „Insel der Vögel und Pullover” genannt.

Wie bei den Aranpullovern gibt es auch hier eine Legende deren Wahrheitsgehalt wohl immer unbekannt bleiben wird. Angeblich sei 1588 ein Schiff der Spanischen Armada, die damals in einem Sturm zerstört wurde, vor Fair isle auf einen Felsen aufgelaufen. Die Seeleute konnten sich gerade noch auf die Insel retten und brachten den Inselbewohnern aus Dankbarkeit für ihre Hilfe das Stricken von vielfarbigen Mustern bei. Dies sei ein Grund für die außergewöhnlich bunten Muster dieser Pullover.

Doch wie bei den Aranpullovern mag hier wohl mehr der wirtschaftliche Gedanke eine Rolle gespielt haben. Denn die Frauen konnten sich durch den Verkauf der Pullover etwas Geld dazu verdienen. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Fair Isle Pullover schon zu einem beliebten Mitbringsel von Touristen geworden. Heute gibt es sogar einige Initiativen um das in Vergessenheit geratene Stricken dieser Muster wieder populär zu machen.